Reise Wut
Der silberne Koffer liegt halboffen auf dem Boden. Sein Platz ist im Eck.
Er ist gepackt. Seit Wochen. Er wurde neu bepackt und umgepackt. Nur nicht ausgepackt.
Er ist ständig auf Reisen.
Kennt die verschiedensten Teppiche, Parkettböden und Fliesen.
Mal liegt er zufrieden und glücklich auf einem warmen weichen Teppich. Mal hinterlässt er aus Wut Kratzer im Holz des strahlenden Parkettboden. Mal friert er auf zu kalten Fliesen.
Er hat schwer zu tragen. Schleppt viel mit sich rum. Muss immer funktionieren und da sein, wenn er gebraucht wird. Er wird an die Hand genommen und hat keine Wahl. Er kann sich nicht entscheiden wo er bleiben möchte. Auch nicht wo er hin möchte.
Er sieht viel. Nur das Ende der Reise nicht.
Wo ist sein Ziel? An welchem Ort kann er mal ohne schwere Last einfach da sein?
Einfach existieren?
Der Boden ist ihm inzwischen egal.
Einfach mal Koffer sein. Ohne Inhalt und ständigen Input. Er ist überfüttert. Satt gegessen.
Ständiger Wechsel ist nicht gut. Er mag es nicht mehr. Ihm ist der Appetit vergangen.
Er braucht Ruhe. Muss mal sein schönes Äusseres wahren und regenerieren.
Nur zu Erholungsphasen beansprucht werden.
Ballast los werden. Ausgepackt werden. Alles von sich abschütteln.
Einfach Koffer sein. Glücklich und zufrieden sein an einem Ort.
Die Last an den Kleiderschrank abgeben. Durchatmen.
Auf dem Kleiderschrank ausharren. Erholen, aber trotzdem wachsam sein und nicht aufhören zu denken.
Auch mal Urlaub machen.
Nicht auf Abruf funktionieren und von zu vielen Menschen in zu viele verschiedene Richtungen gezerrt werden.
Ein Koffer lässt sich nicht zerreissen. Auch im Inneren nicht.
Er ist gepackt. Seit Wochen. Er wurde neu bepackt und umgepackt. Nur nicht ausgepackt.
Er ist ständig auf Reisen.
Kennt die verschiedensten Teppiche, Parkettböden und Fliesen.
Mal liegt er zufrieden und glücklich auf einem warmen weichen Teppich. Mal hinterlässt er aus Wut Kratzer im Holz des strahlenden Parkettboden. Mal friert er auf zu kalten Fliesen.
Er hat schwer zu tragen. Schleppt viel mit sich rum. Muss immer funktionieren und da sein, wenn er gebraucht wird. Er wird an die Hand genommen und hat keine Wahl. Er kann sich nicht entscheiden wo er bleiben möchte. Auch nicht wo er hin möchte.
Er sieht viel. Nur das Ende der Reise nicht.
Wo ist sein Ziel? An welchem Ort kann er mal ohne schwere Last einfach da sein?
Einfach existieren?
Der Boden ist ihm inzwischen egal.
Einfach mal Koffer sein. Ohne Inhalt und ständigen Input. Er ist überfüttert. Satt gegessen.
Ständiger Wechsel ist nicht gut. Er mag es nicht mehr. Ihm ist der Appetit vergangen.
Er braucht Ruhe. Muss mal sein schönes Äusseres wahren und regenerieren.
Nur zu Erholungsphasen beansprucht werden.
Ballast los werden. Ausgepackt werden. Alles von sich abschütteln.
Einfach Koffer sein. Glücklich und zufrieden sein an einem Ort.
Die Last an den Kleiderschrank abgeben. Durchatmen.
Auf dem Kleiderschrank ausharren. Erholen, aber trotzdem wachsam sein und nicht aufhören zu denken.
Auch mal Urlaub machen.
Nicht auf Abruf funktionieren und von zu vielen Menschen in zu viele verschiedene Richtungen gezerrt werden.
Ein Koffer lässt sich nicht zerreissen. Auch im Inneren nicht.
Annegretchen - 16. Okt, 18:34
